Großübung in Kleve-Reichswalde testet Katastrophenschutz unter Realbedingungen
Jakob MayerGroßübung in Kleve-Reichswalde testet Katastrophenschutz unter Realbedingungen
Großübung im Katastrophenschutz in Kleve-Reichswalde am 6. September 2026
Am Samstag, dem 6. September 2026, fand in Kleve-Reichswalde eine großangelegte Notfallübung statt. Über 70 Rettungskräfte und 30 Freiwillige simulierten dabei einen schweren Verkehrsunfall. An der Übung beteiligten sich Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, das Deutsche Rote Kreuz sowie der Malteser Hilfsdienst.
Das Szenario spielte sich an der Kreuzung Hüfgen/Am Forsthaus ab. Auslöser war ein simulierter Zusammenstoß: Ein Reisebus mit Fußballfans kollidierte mit einem Pkw, der daraufhin eine Fußgängerin erfasste. Nach Meldung von 26 Betroffenen erklärte der Einsatzleiter einen Massenanfall von Verletzten (MANV).
Die Feuerwehr befreite eingeklemmte Insassen, während medizinische Teams eine Behandlungszone einrichteten. Es wurden Einsatzabschnitte gebildet, Funknetze aktiviert und Patientenkarten zur Dokumentation der Verletzten genutzt. Sämtliche Maßnahmen folgten den geltenden Notfallstandards.
Nach etwa drei Stunden endete die Übung. Anschließend trafen sich alle Beteiligten am Feuerwehrgerätehaus in Reichswalde, um das Szenario auszuwerten und Erfahrungen auszutauschen.
Die Übung diente der Erprobung der Zusammenarbeit verschiedener Rettungsdienste unter hohem Druck. Rund 100 Personen – darunter Einsatzkräfte und statistische Darsteller – nahmen teil. Die Organisatoren werden die Erkenntnisse nutzen, um künftige Schulungen und Einsatzstrategien zu optimieren.






