29 April 2026, 16:20

Großrazzia in Münster: Verdacht auf Lohnbetrug und illegale Baugeschäfte

Schwarzes und weißes Schild an einem Gebäude mit der Aufschrift "Bitte keine Verschmutzung Verursacher werden verfolgt Kein Abladen".

Großrazzia in Münster: Verdacht auf Lohnbetrug und illegale Baugeschäfte

Großrazzia nach Vorwürfen von Lohnbetrug, Untreue und illegalem Baugewerbe

Heute läuft eine großangelegte Aktion, nachdem ein 33-jähriger Mann der Lohnvorenthaltung, des Betrugs und des Betriebs eines nicht angemeldeten Bauunternehmens beschuldigt wird. Rund 110 Zollbeamte, 40 Bundespolizisten und Staatsanwälte sind an Durchsuchungen in Münster und Senden beteiligt. Im Zusammenhang mit dem Fall wurden bereits zwei Haftbefehle vollstreckt.

Die Ermittlungen begannen 2022, als die Behörden erstmals die Wohnung des Verdächtigen durchsuchten und Beweise für seine Machenschaften fanden. Ihm wird vorgeworfen, Löhne einbehalten, Gelder veruntreut und Mitarbeiter weder bei der Sozialversicherung angemeldet noch Arbeitgeberbeiträge abgeführt zu haben. Trotz früherer Überprüfungen soll er seine Aktivitäten im Verborgenen fortgesetzt haben.

Bei der heutigen Aktion durchsuchten Beamte mehrere Objekte, die mit dem Beschuldigten in Verbindung stehen. Neben dem 33-Jährigen sollen eine 54-jährige Frau und ein 61-jähriger Mann seine illegalen Geschäfte unterstützt haben. Die Frau wurde angeblich als Strohfrau eingesetzt, um die wahren Eigentumsverhältnisse des Unternehmens zu verschleiern, während der ältere Mann verdächtigt wird, an der Geschäftsführung beteiligt gewesen zu sein.

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Gegen den Hauptverdächtigen wurde ein Haftbefehl erlassen, da Fluchtgefahr und die Wahrscheinlichkeit weiterer Straftaten bestehen. Die strafrechtlichen Ermittlungen laufen nun vor dem Amtsgericht Münster.

Die Razzia stellt einen wichtigen Schritt bei der Zerschlagung des mutmaßlichen Betrugsnetzwerks dar. Dem Beschuldigten und seinen beiden mutmaßlichen Komplizen drohen schwere Vorwürfe wegen Lohnbetrugs, Sozialversicherungsbetrugs und Täuschung. Die Behörden ermitteln weiterhin, um das volle Ausmaß der Machenschaften aufzuklären.

Quelle