23 April 2026, 14:19

Gamescom 2024: Hinter der Fassade der Spielemesse brodeln Hass und Einsamkeit

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich zur Genehmigung eines Gesetzes durch die Regierung.

Gamescom 2024: Hinter der Fassade der Spielemesse brodeln Hass und Einsamkeit

Die weltgrößte Spielemesse Gamescom startet diese Woche in Köln

Von Mittwoch bis Sonntag wird die Gamescom, das größte Gaming-Event der Welt, Hunderttausende Besucher in die rheinisische Metropole locken. Doch eine aktuelle Umfrage offenbart besorgniserregende Trends unter passionierten Gamern – von weitverbreiteter Feindseligkeit bis hin zu Einsamkeit.

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Die Studie zeigt: 38 Prozent der engagierten Spieler werden beim Zocken häufig oder sehr häufig beleidigt. Weitere 14 Prozent geben an, regelmäßig verbale Angriffe zu erleben. Die Drohungen reichen von körperlicher Gewalt bis zu Vergewaltigung, viele sind zudem Cybermobbing ausgesetzt.

Doch die Aggression beschränkt sich nicht auf persönliche Attacken. 43 Prozent der Hardcore-Gamer sind überzeugt, dass Jüdinnen und Juden weltweit zu viel Einfluss hätten. Auch antifeministische Einstellungen und Diskriminierung gegenüber LGBTQ+-Personen sind in dieser Gruppe weit verbreitet.

Demografisch betrachtet sind drei Viertel der leidenschaftlichen Spieler männlich, 55 Prozent zwischen 16 und 34 Jahre alt. Einsamkeit ist ein weiteres großes Problem: 58 Prozent fühlen sich mäßig bis stark isoliert. Politisch sind Gamer zudem aktiver als der Durchschnitt: 27 Prozent nahmen im vergangenen Jahr an einer Demonstration teil – fast doppelt so viele wie in der Gesamtbevölkerung (14 Prozent).

Die Gamescom wird zwar die neuesten Innovationen und Unterhaltungsformate der Branche präsentieren. Doch die Messe findet vor dem Hintergrund beunruhigender sozialer Dynamiken in der Community statt. Die Umfrage legt tief verwurzelte Probleme offen – von digitaler Hetze bis zu extremistischen Haltungen –, die weit über den Bildschirm hinausreichen.

Quelle