Funk rechtfertigt umstrittenen Bibel-Vergleich als "Mondmüll" – und löst Debatte aus
Jakob MayerFunk rechtfertigt umstrittenen Bibel-Vergleich als "Mondmüll" – und löst Debatte aus
Funk verteidigt Instagram-Post, in dem die Bibel als „Müll“ bezeichnet wird
Die digitale Plattform Funk, ein gemeinsames Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, hat einen Instagram-Beitrag verteidigt, in dem die Bibel als „Müll“ bezeichnet wurde. Der Begriff löste Kritik aus, wobei einige dem Medium vorwarfen, damit antichristliche Tendenzen zu verbreiten. Funk erklärte später, das Wort sei nicht als Beleidigung gemeint gewesen, sondern beziehe sich auf von Menschen geschaffene Gegenstände, die auf dem Mond zurückgelassen wurden.
In dem Beitrag hatte Funk die Bibel zusammen mit Beuteln menschlicher Abfallstoffe als Beispiele für „Müll auf dem Mond“ aufgeführt. Die Plattform argumentierte, dass bei Rückholmissionen Objekte wie Mondgestein Vorrang hätten, weshalb selbst Abfälle wie Fäkalien oder Erbrochenes zurückblieben. Wörterbücher definieren „Müll“ als feste Abfallstoffe aus Haushalten oder der Industrie, die von Entsorgungsdiensten gesammelt und beseitigt werden.
Für Funk ist dies nicht der erste Eklat. Bereits Anfang dieses Jahres hatte der Sender in einem Social-Media-Post mit dem Titel „Fakten, die dein Zeitgefühl zerstören“ die Abkürzung „v. u. Z.“ (vor unserer Zeitrechnung) anstelle von „vor Christus“ verwendet. Die Redaktion betonte, es handele sich um eine neutrale Datierungsweise, und wies Vorwürfe zurück, sich bewusst von christlicher Terminologie distanzieren zu wollen.
Funk beharrt darauf, dass die gewählten Formulierungen sachlich und nicht beleidigend gemeint seien. Die gegebenen Erklärungen stützen sich auf praktische und sprachliche Begründungen. Die Plattform steht jedoch wiederholt in der Kritik, weil ihre Inhalte als christentumskritisch wahrgenommen werden.






