Förderstopp für Solaranlagen bedroht kleine Photovoltaik-Projekte in Deutschland
Anton GüntherFörderstopp für Solaranlagen bedroht kleine Photovoltaik-Projekte in Deutschland
Eine neue Studie warnt, dass geplante Änderungen bei den Fördergeldern für Solarenergie kleine Photovoltaik-Projekte gefährden könnten. Forscher des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) haben die Auswirkungen einer Abschaffung der Einspeisevergütung für Dach-Solaranlagen untersucht. Die Ergebnisse wurden in Zeitungen der Funke-Mediengruppe veröffentlicht.
Die Studie wurde von den Ökonomen Andreas Fischer und Ralph Henger im Rahmen des Kopernikus-Projekts Ariadne erstellt, das vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geleitet wird. Im Fokus standen die finanziellen Risiken für kleine Solaranlagen, insbesondere in Mehrfamilienhäusern.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat Pläne angekündigt, die EEG-Einspeisevergütung für solche Anlagen zu streichen. Wie die Untersuchung zeigt, könnte dieser Schritt viele Kleinprojekte unwirtschaftlich machen. Ohne die Förderung dürften Hauseigentümer Schwierigkeiten haben, die Kosten zu decken – was die Anreize für den Ausbau von Dach-Solaranlagen verringert.
Die Ergebnisse verdeutlichen einen möglichen Rückschlag für die dezentrale Solarstromerzeugung in Deutschland. Falls die Subventionen entfallen, könnten weniger kleine Anlagen realisiert werden, was die Ziele der Energiewende beeinträchtigt. Die Studienergebnisse wurden inzwischen über die Medien der Funke-Gruppe breit gestreut.






