08 April 2026, 00:14

Evonik-Vorstände kaufen massiv Aktien – trotz schwacher Börsenperformance und gesenkter Prognose

Altes Aktienzertifikat mit Porträt eines Mannes, mit gedrucktem Text und numerischen Werten, die Aktiendetails angeben.

Evonik-Vorstände kaufen massiv Aktien – trotz schwacher Börsenperformance und gesenkter Prognose

Zwei Spitzenmanager von Evonik haben kürzlich massiv in Aktien des eigenen Unternehmens investiert. Trotz aktueller finanzieller Herausforderungen haben sowohl Personalvorstand Thomas Wessel als auch die Vorstandsmitglied Claudine Mollenkopf beträchtliche Käufe getätigt. Die Transaktionen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem der Aktienkurs des Konzerns vor dem Hintergrund allgemeiner wirtschaftlicher Schwächen weiter nachgibt.

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Claudine Mollenkopf, die erst im April in den Vorstand von Evonik berufen wurde, hat für 6.500 Aktien insgesamt 95.875 Euro ausgegeben. Bereits im April hatte sie 5.000 Aktien erworben, im August folgten weitere 6.000. Der langjährige Personalvorstand Thomas Wessel sicherte sich im vergangenen Monat 2.999 Aktien.

Die Investitionen fallen in eine Phase rückläufiger Börsenperformance. Der Evonik-Aktienkurs ist in den letzten Wochen kontinuierlich gesunken – ein Spiegel der allgemeinen konjunkturellen Abschwächung. Im zurückliegenden Quartal verzeichnete das Unternehmen zwar noch einen Gewinn von 577 Millionen Euro, doch die Prognose für das dritte Quartal 2025 wurde nach unten korrigiert.

Evonik rechnet nun mit einem bereinigten EBITDA zwischen 420 und 460 Millionen Euro – deutlich unter den bisherigen Markterwartungen von rund 500 Millionen Euro. Analysten des Aktionär raten Anlegern, mit weiteren Investitionen zu warten, bis sich die Geschäftsperspektiven und die Marktposition des Unternehmens verbessern.

Insiderkäufe gelten oft als Zeichen des Vertrauens in die grundlegende Stärke eines Unternehmens. Beobachter werten die aktuellen Transaktionen als mögliches Indiz dafür, dass die operative Leistung Evoniks besser sein könnte, als der aktuelle Börsenkurs suggeriert.

Trotz anhaltender wirtschaftlicher Belastungen – die jüngste Prognose blieb hinter den Erwartungen zurück – könnten die Aktienkäufe der Führungskräfte auf internen Optimismus hindeuten. Wie das Unternehmen die schwierige Marktlage meistert, wird mit Spannung verfolgt werden.

Quelle