Essens Frauen machen Geschichte sichtbar – ein Tag voller Entdeckungen
Tobias LehmannEssens Frauen machen Geschichte sichtbar – ein Tag voller Entdeckungen
Essen begehte den Internationalen Frauentag 2026 mit geöffneten Archiven und der Feier des Projekts FrauenOrt Essen
Die Initiative, die seit 2023 Teil eines landesweiten NRW-Programms ist, würdigt Frauen, die die Geschichte der Stadt geprägt haben. Am 8. März öffnete das Haus der Essener Geschichte mit dem Stadtarchiv seine Türen für einen besonderen Tag der Archive.
Das Projekt FrauenOrt Essen rückt Persönlichkeiten wie Äbtissin Mathilde, Nelli Neumann und Dore Jacobs durch Führungen und Bildungsveranstaltungen in den Fokus. Ihre Verdienste sind nun fest in der Erinnerungskultur Essens verankert. Das Haus der Essener Geschichte selbst ist ein ausgewiesener FrauenOrt – hier lebte einst die jüdische Lehrerin Nelli Neumann, der am Ernst-Schmidt-Platz ein Stolperstein gewidmet ist.
Der alle zwei Jahre stattfindende Tag der Archive bietet seltene Einblicke in die historischen Bestände der Stadt. In diesem Jahr fiel die Veranstaltung mit dem Internationalen Frauentag zusammen und lenkte den Blick auf die oft unterschätzte Rolle von Frauen in Essens Vergangenheit. Besucher konnten Dokumente und Ausstellungen erkunden, die vom Stadtarchiv zusammengestellt wurden.
Oberbürgermeister Thomas Kufen nahm an der Eröffnung teil und dankte den Mitarbeitenden des Archivs sowie den historischen Initiativen für ihr Engagement. Er betonte, wie wichtig ihre Arbeit für die Bewahrung und öffentliche Zugänglichkeit des Essener Kulturerbes sei.
Die Veranstaltung unterstrich Essens Verpflichtung, die eigene Geschichte zu bewahren – insbesondere die häufig übersehenen Geschichten von Frauen. Das Stadtarchiv und das FrauenOrt-Projekt werden auch künftig Führungen, Ausstellungen und Forschungsmöglichkeiten anbieten. Weitere Veranstaltungen sollen an den Erfolg dieses Jahres anknüpfen.