Düsseldorf verzichtet auf Neubaus und saniert stattdessen das historische Opernhaus
Tobias LehmannDüsseldorf verzichtet auf Neubaus und saniert stattdessen das historische Opernhaus
Düsseldorf hat die Pläne für ein völlig neues Opernhaus verworfen und wird stattdessen sein historisches Gebäude sanieren. Die Entscheidung fällt nach stark gestiegenen Kosten und finanziellen Zwängen, die die Stadtführung zum Umdenken zwangen. Als Hauptgrund für die Kehrtwende nannten die Verantwortlichen Haushaltsbeschränkungen.
Ende 2021 hatte der Stadtrat noch ein futuristisches „Opernhaus der Zukunft“ mit geschätzten Kosten von mindestens 716 Millionen Euro genehmigt. Später stieg das Budget auf eine Obergrenze von einer Milliarde Euro – allein für die Baukosten. Über einen Zeitraum von 50 Jahren wären die Gesamtausgaben durch die Finanzierung auf rund 1,8 Milliarden Euro angewachsen.
Ursprünglich war der Abriss des bestehenden Gebäudes vorgesehen, da eine Sanierung zuvor ausgeschlossen worden war. Angesichts anderer großer Projekte – wie dem Bau neuer Schulen und einer Brücke –, die ebenfalls Mittel benötigen, ruderten die Behörden jedoch zurück. Die Deutsche Oper am Rhein wird während der Sanierungsarbeiten weiter spielen.
Die Sanierung soll die historische Bausubstanz erhalten und gleichzeitig die hohen Kosten eines Neubaus vermeiden. Die Vorstellungen finden wie geplant statt, sodass es für das Publikum keine Einschränkungen geben wird. Wann die Arbeiten genau beginnen und wie der überarbeitete Kostenrahmen aussieht, haben die Stadtverantwortlichen noch nicht bekannt gegeben.






