15 April 2026, 06:15

Diddy zu über vier Jahren Haft verurteilt – das Ende eines Skandalprozesses

Schwarze Vinyl-Schallplatte mit einem runden Etikett, das den Text "His Master's Voice" innerhalb eines schwarzen Randes zeigt.

Diddy zu über vier Jahren Haft verurteilt – das Ende eines Skandalprozesses

Der Rapper und Produzent Sean "Diddy" Combs wurde im Oktober 2025 zu vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Die Verurteilung folgte auf einen viel beachteten Prozess, in dem er sich wegen mehrerer Vorwürfe verantworten musste, darunter auch Verstöße im Zusammenhang mit Prostitution. Vor der Urteilsverkündung entschuldigte er sich öffentlich bei seinen ehemaligen Partnerinnen, seiner Familie und den Opfern häuslicher Gewalt.

Sein Fall hat weltweit für Aufsehen gesorgt, wobei sich auch Prominente wie Usher und sogar der ehemalige US-Präsident Donald Trump zum Ausgang des Verfahrens äußerten.

Diddys juristische Probleme begannen jedoch lange vor dem Urteil. Bereits 2024 reichte seine Ex-Freundin, die Sängerin Cassie Ventura, eine Klage ein, in der sie ihm einen "Kreislauf aus Misshandlung, Gewalt und Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung" über ein Jahrzehnt hinweg vorwarf. Die Vorwürfe gewannen weiter an Gewicht, nachdem Überwachungsvideos auftauchten, die zeigten, wie Diddy Ventura körperlich angreift. Nach der Veröffentlichung des Videos entschuldigte er sich öffentlich für sein Verhalten.

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Der Prozess fand Mitte 2025 statt. Im Juli wurde Diddy zwar vom Vorwurf der Erpressung und des Menschenhandels freigesprochen, doch wurde er wegen Zuhälterei – einem weniger schweren, aber dennoch gravierenden Delikt – schuldig gesprochen. Trotz des gemischten Urteils wurden zwei weitere Klagen gegen ihn eingereicht, in denen ihm sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung vorgeworfen wurden.

Im Oktober 2025 erfolgte schließlich die Verurteilung zu einer Haftstrafe. Vor der Urteilsverkündung wandte sich Diddy an das Gericht und zeigte Reue für sein Verhalten gegenüber seinen ehemaligen Freundinnen, seiner Familie und den Opfern häuslicher Gewalt. Sein Anwaltsteam legte umgehend Berufung ein, über die noch nicht entschieden wurde.

Die Reaktionen auf den Fall fallen unterschiedlich aus. Usher, der einst mit Diddy zusammenlebte, während er 1994 an seinem Debütalbum arbeitete, nahm ihn in Schutz. Er behauptete, Diddy sei "falsch dargestellt" worden, und betonte, er habe "nichts Negatives" über ihn zu sagen. Unterdessen erklärte Donald Trump, er werde eine Begnadigung für Diddy nicht in Betracht ziehen, und schloss damit jede mögliche Einmischung aus.

Diddy verbüßt derzeit seine Strafe, während er auf das Ergebnis seiner Berufung wartet. Der Fall hat tiefgreifende Spuren hinterlassen, und mehrere Klagen sind noch immer nicht abgegeschlossen. Seine Verurteilung markiert das Ende eines langen Rechtsstreits, könnte aber noch nicht das letzte Kapitel seiner juristischen Auseinandersetzungen sein.

Quelle