12 June 2026, 22:08

Diakonie Bethanien schlägt Alarm: Tariflöhne in Pflege und Krankenhäusern bedroht

Diakonie Bethanien warnt vor Einschnitten bei Tariffinanzierung und sieht Pflegebereitstellung gefährdet

Diakonie Bethanien schlägt Alarm: Tariflöhne in Pflege und Krankenhäusern bedroht

Diakonie Bethanien warnt vor Kahlschlag bei Tariflöhnen in Pflege und Krankenhäusern

Die Diakonie Bethanien warnt, dass geplante Gesetzesänderungen die volle Erstattung von Tariferhöhungen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern gefährden könnten. Die Organisation betont, dass faire Löhne entscheidend seien, um Fachkräfte zu halten und die Qualität der Versorgung langfristig zu sichern.

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Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht vor, die Erstattung von Lohnerhöhungen in Krankenhäusern auf 50 Prozent aller Gehaltssteigerungen über einem Referenzwert und Basissatz zu begrenzen. Bei Pflegeeinrichtungen sollen die Vergütungen stärker an feste Obergrenzen gekoppelt werden – die Differenz zwischen tatsächlichen Lohnkosten und den erstatteten Beträgen müssten die Arbeitgeber dann selbst tragen.

Zusätzlichen Druck übt das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz aus: Es plant, die verbindliche Anwendung von Tariflöhnen zwischen 2027 und 2030 auszusetzen. Die Diakonie Bethanien, die ihre Beschäftigten nach dem Kirchlichen Tarifvertrag der Diakonie (KTD) entlohnt, warnt, dass diese Regelungen zu Finanzierungslücken führen und die Einrichtungen die Mehrkosten allein schultern müssten.

Dr. Stephan Ricken, Geschäftsführer der Diakonie Bethanien, betont, dass faire Löhne eine rechtliche Verpflichtung seien und nicht durch Kürzungen bei der Refinanzierung unterlaufen werden dürften. Matthias Ruf, Vorsitzender des Vorstands, ergänzt, dass angemessene Bezahlung die Leistung der Beschäftigten würdige und dazu beitrage, Fachkräfte im Beruf zu halten – eine Voraussetzung für eine hochwertige Pflege auf Dauer.

Gemeinsam mit anderen Wohlfahrtsverbänden fordert die Diakonie Bethanien die Politik auf, die volle Kostenerstattung für Tariflöhne zu erhalten. Andernfalls drohten Attraktivitätsverluste in Pflege- und Gesundheitsberufen, was Personalmangel und eine Verschlechterung der Versorgungsqualität zur Folge hätte.

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