Deutsche Telekom und T-Mobile: Fusion rückt näher – SpaceX als ungewollter Katalysator
Anton GüntherDeutsche Telekom und T-Mobile: Fusion rückt näher – SpaceX als ungewollter Katalysator
Deutsche Telekom beschleunigt Pläne zur Fusion mit US-Tochter T-Mobile
Der Konzern reagiert damit auf wachsende Wettbewerbsdruck im Mobilfunkmarkt. Erste Berichte über die geplante Zusammenlegung waren Ende April von Bloomberg News und dem Handelsblatt veröffentlicht worden.
Durch die Fusion würden die Deutsche Telekom und T-Mobile unter einer gemeinsamen Holding strukturiert. Vorstandschef Timotheus Höttges hat ein Team damit beauftragt, die Details des Deals auszuarbeiten. Aktuell liegt der Börsenwert von T-Mobile bei knapp unter 200 Milliarden US-Dollar, während die Deutsche Telekom auf rund 130 Milliarden Euro taxiert wird.
Als Treiber für die beschleunigte Fusion gilt laut Insidern der Börsengang von Elon Musks Satellitenunternehmen SpaceX. Mit einer Marktkapitalisierung von etwa zwei Billionen Dollar übertrifft SpaceX beide Telekommunikationskonzerne bei Weitem. Ein hochrangiger Telekom-Manager aus Bonn äußerte sich besorgt über Musks wachsenden Einfluss in der Branche.
Seit Bekanntwerden der Pläne feilt Höttges an der Strategie. Ein Sprecher der Deutschen Telekom lehnte jedoch jede Stellungnahme zu den Fusionabsichten ab.
Ziel der geplanten Zusammenführung ist es, die gemeinsame Marktposition von Deutsche Telekom und T-Mobile zu stärken. Das rasante Wachstum von SpaceX scheint den Zeitplan beschleunigt zu haben. Konkrete Details zur finalen Ausgestaltung des Vorhabens liegen bisher jedoch nicht vor.
