27 April 2026, 20:09

Deutsche gespalten: Umfrage zeigt tiefe Gräben bei Sozialleistungen und Migration

Ein detailliertes historisches Plakat der ersten Grafschaft Tirol-Karte, das geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt und von erklärendem Text begleitet wird.

Deutsche gespalten: Umfrage zeigt tiefe Gräben bei Sozialleistungen und Migration

Eine neue Umfrage offenbart deutliche Meinungsunterschiede unter Deutschen zu Sozialleistungen, Vermögensverteilung und Erwartungen an die Arbeitswelt. Die Ergebnisse zeigen tiefe Gräben in Fragen der Migrationspolitik, Rentenreform und wirtschaftlicher Gerechtigkeit – sowohl zwischen den politischen Lagern als auch zwischen den Regionen.

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So sind 66 Prozent der Deutschen der Ansicht, dass Migrantinnen und Migranten erst nach einer längeren Beschäftigung im Land Anspruch auf Sozialleistungen haben sollten. Die Zustimmung zu dieser Forderung fällt je nach politischer Ausrichtung sehr unterschiedlich aus: Bei AfD-Anhängern befürworten 91 Prozent die Regelung, bei Wählerinnen und Wählern von CDU/CSU sind es 79 Prozent und bei SPD-Sympathisanten 63 Prozent. Dagegen lehnen 55 Prozent der Wähler der Linken eine solche Einschränkung ab.

Auch regional gibt es markante Unterschiede. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterstützen 76 Prozent der Befragten den Vorschlag – ein deutlich strengerer Kurs als im Bundesschnitt.

Zur wirtschaftlichen Gerechtigkeit zeigt sich: 81 Prozent der Deutschen empfinden die Vermögensverteilung als ungerecht. Gleichzeitig sind 42 Prozent der Meinung, dass höhere Leistungen auch zu höherem Einkommen führen sollten. Doch 63 Prozent weisen die Behauptung zurück, dass die Menschen mehr arbeiten müssten, um den Wohlstand Deutschlands zu sichern.

Bei der Rentenreform herrscht weitgehend Einigkeit: Eine überwältigende Mehrheit von 86 Prozent spricht sich dafür aus, dass Beamte, Selbstständige und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden sollten.

Die Umfrage macht deutlich, wie gespalten die öffentliche Meinung in Fragen von Migration, Arbeit und wirtschaftlicher Gerechtigkeit ist. Während die meisten Deutschen strengere Regeln für Sozialleistungen von Migranten und eine breitere Rentenabsicherung befürworten, bleiben die Ansichten zu leistungsbezogener Bezahlung und Arbeitsanforderungen zwiespältig. Politische und regionale Unterschiede prägen diese Haltungen maßgeblich.

Quelle