DeepL entlässt 250 Mitarbeiter und setzt auf KI-Expansion in den USA
DeepL, das KI-Übersetzungsunternehmen, kündigt tiefgreifende Umstrukturierungen an. Rund 250 Mitarbeiter – etwa ein Viertel der Belegschaft – wurden im Rahmen einer Neuausrichtung auf kleinere, spezialisierte Teams entlassen. Gleichzeitig expandiert das Unternehmen auf den US-Markt mit einem neuen Büro in San Francisco und einer Partnerschaft für Echtzeit-Sprachübersetzungen.
Die Entlassungen bestätigte CEO Jarosław Kutylowski in einem LinkedIn-Beitrag. Berichten zufolge erhielten viele Beschäftigte keine Vorwarnung. Der Schritt erfolgt im Zuge einer neuen KI-gestützten Strategie, mit der DeepL routinemäßige Aufgaben in allen Unternehmensbereichen automatisieren will.
Trotz einer starken Marktposition verzeichnete das Unternehmen 2023 ein negatives operatives Ergebnis (EBIT). Auch in den kommenden Jahren werden Verluste erwartet – selbst nach der letzten großen Finanzierungsrunde 2024, die DeepL mit rund zwei Milliarden Dollar bewertete.
Im Mittelpunkt der Umstrukturierung steht zudem die Echtzeit-Sprachübersetzung. Hierfür arbeitet DeepL mit dem US-Unternehmen Mixhalo zusammen. Die Expansion nach San Francisco unterstreicht den verstärkten Fokus auf den amerikanischen Markt, wo die Nachfrage nach KI-basierten Übersetzungstools wächst.
Die Entlassungen und die US-Expansion markieren eine klare Wende in DeepLs Strategie. KI-Integration wird künftig eine zentrale Rolle spielen, während Echtzeit-Übersetzungen zum Schwerpunkt werden. Wie schnell diese Veränderungen greifen, wird über die zukünftige Performance des Unternehmens entscheiden.






