Crombeen GmbH: Harsche Kritik an Arbeitsbedingungen in der Flugzeughygiene
Jakob MayerCrombeen GmbH: Harsche Kritik an Arbeitsbedingungen in der Flugzeughygiene
Crombeen GmbH: Familienunternehmen in der Kritik wegen Arbeitsbedingungen bei Flugzeughygiene
Die schnell wachsende Crombeen GmbH, ein Familienunternehmen mit über 500 Beschäftigten, steht wegen der Arbeitsbedingungen in seiner Flugzeughygiene-Sparte in der Kritik. Gewerkschaften prangern erhebliche Mängel bei der Ausstattung und Bezahlung am Flughafen Düsseldorf an. Das Unternehmen, das täglich mehr als 400 Flüge abwickelt, gerät zunehmend unter Druck, die Standards für seine Mitarbeiter zu verbessern.
Die Belegschaft von Crombeen reinigt nicht nur Flugzeuge, sondern wartet täglich über 200 Bodenfahrzeuge für verschiedene Transportdienstleister. Die Arbeit ist körperlich anspruchsvoll, denn durch enge Zeitvorgaben müssen Maschinen oft innerhalb weniger Minuten abgefertigt werden. Trotz der hohen Arbeitsbelastung wird dem Unternehmen vorgeworfen, grundlegende Annehmlichkeiten vorzuenthalten.
Laut der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Rheinland und dem DGB Düsseldorf fehlen bei Crombeen angemessene Umkleideräume, Pausenbereiche und sanitäre Einrichtungen. Mahir Sahin von der IG BAU betonte, die Beschäftigten hätten Anspruch auf Würde, faire Löhne und saubere Arbeitsbedingungen. Zudem kritisieren die Gewerkschaften, dass Crombeen den allgemeinverbindlichen Tarifvertrag für Gebäudereiniger nicht einhalte. Dadurch erhalten die Mitarbeiter weniger Urlaubstage und eine geringere Bezahlung für Sonntagsarbeit als branchenüblich.
Sigrid Wolf vom DGB Düsseldorf forderte, dass alle Reinigungsfirmen am Düsseldorfer Flughafen einheitliche Standards einführen sollten. Zwar wirbt Crombeen mit überdurchschnittlichen Löhnen, Nachtschichtzuschlägen und Jobtickets – doch die Gewerkschaften halten diese Leistungen für unzureichend, um die schlechten Arbeitsbedingungen auszugleichen.
Die Vorwürfe setzen Crombeen unter Zugzwang, sich an branchenweite Normen anzupassen. Derzeit arbeiten die Beschäftigten ohne ausreichende Ruhe- und Hygienemöglichkeiten – trotz des rasanten Wachstums des Unternehmens. Sollte sich nichts ändern, könnten weitere Maßnahmen von Gewerkschaften und Aufsichtsbehörden folgen.






