Bürgerinitiative kämpft in Ohligs gegen Kreisverkehr und für das Dürpelfest
Jakob MayerBürgerinitiative kämpft in Ohligs gegen Kreisverkehr und für das Dürpelfest
In Ohligs hat sich auf Initiative des Bürgervereins Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS) eine Bürgerinitiative gegründet. Diese setzt sich für lokale Anliegen ein – insbesondere gegen den geplanten Kreisverkehr in der Lennestraße und dessen mögliche Auswirkungen auf das traditionelle Dürpelfest. Der BfS-Vorsitzende Martin Bender hat die Initiative öffentlich als legitimes Instrument der direkten Demokratie unterstützt.
Die Gründung erfolgte vor dem Hintergrund der Vorwürfe, etablierte Parteien hätten die öffentliche Meinung ignoriert und sich stattdessen Lobbyinteressen gebeugt. Die BfS spricht von einer „gescheiterten Politik“. Parallel arbeitet die Organisation mit der Ohligs Marketing- und Interessengemeinschaft zusammen, um einen Kompromiss für einen multifunktionalen Platz zu finden, der die Zukunft des Festes sichern soll.
Bender kritisierte die Ohligser Jongens scharf, weil diese Gespräche nur unter der Bedingung führen wollen, dass die Petition zurückgezogen wird. Zudem hinterfragte er die Vermittlerrolle von Marc Westkämper: Der CDU-Stellvertretende Bezirksbürgermeister hatte sich zuvor für den Kreisverkehr ausgesprochen. Bender betonte, die BfS stehe unabhängig von Wahlperioden hinter den Interessen der Solinger Bürgerinnen und Bürger.
Der Vorsitzende warnte, dass das Dürpelfest durch den Kreisverkehr als wichtiger Anziehungspunkt für Jugendliche verloren gehen könnte. Es gelte, dies unbedingt zu verhindern. Die Initiative will das Fortbestehen des Festes sowie den Erhalt eines beliebten Gemeinschaftsorts sichern. Die BfS drängt weiterhin auf Dialog und Lösungen, die den lokalen Bedürfnissen gerecht werden. Der Konflikt zeigt die Spannungen zwischen direkter Demokratie und den bestehenden politischen Prozessen in Ohligs auf.






