Bottrop startet 24 Notfall-Informationsstellen für Krisenfälle wie Stromausfälle
Anton GüntherBottrop startet 24 Notfall-Informationsstellen für Krisenfälle wie Stromausfälle
Bottrop richtet 24 Notfall-Informationsstellen (NIS) ein, um Bürger bei Stromausfällen oder Versorgungsengpässen zu unterstützen
Die Stadt Bottrop hat 24 Notfall-Informationsstellen (NIS) eingerichtet, die Anwohnern in Krisensituationen wie Stromausfällen oder Unterbrechungen der Versorgung mit Rat zur Seite stehen und wichtige Mitteilungen weitergeben, wenn die reguläre Kommunikation ausfällt. Die Stellen werden von Ehrenamtlichen betrieben und sind Teil des Krisenmanagementplans der Stadt.
Die NIS befinden sich an zentralen öffentlichen Orten, darunter Feuerwehrwachen, Krankenhäuser, Polizeistationen und kommunale Einrichtungen wie Schulen. Jede Stelle ist deutlich mit einem roten Schild und Strandfahnen mit der Aufschrift "Notfall-Informationsstelle" gekennzeichnet. Sie dienen jedoch nicht als Lager für Vorräte oder als Schutzräume – die Bürger werden daher aufgefordert, wichtige Utensilien zu Hause und im Fahrzeug bereitzuhalten.
Im Ernstfall nehmen die Stellen Anrufe entgegen, leiten diese per Funk an die Leitstellen weiter und geben der Bevölkerung entscheidende Updates. Mindestens drei geschulte Kräfte – darunter Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Hilfsorganisationen und städtische Mitarbeiter – sind pro Standort im Einsatz. Rund 160 Stadtangestellte haben sich bereits bereit erklärt, an der nächstgelegenen NIS mitzuwirken.
Ein Großtest aller 24 Notfall-Informationsstellen ist für den 20. September geplant. Dabei werden alle Standorte voll ausgestattet und besetzt, um die Einsatzbereitschaft zu überprüfen. Die rechtliche Grundlage für die NIS bildet § 28 des Gesetzes über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG).
Die Übung am 20. September soll zeigen, ob die NIS wie vorgesehen funktionieren. Die Bürger werden daran erinnert, dass die Stellen Informationen bereitstellen, aber keine Versorgungsgüter vorhalten – sie sollten daher eigene Notfallvorsorge treffen. Das Netzwerk aus Ehrenamtlichen und festgelegten Standorten soll sicherstellen, dass auch in Krisenzeiten die Kommunikation aufrechterhalten bleibt.






