Bochumer Uni revolutioniert Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaftskonzept
Miriam WeberBochumer Uni revolutioniert Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaftskonzept
Ruhr-Universität Bochum leitet neues Forschungsprojekt für nachhaltigere Wasserstoffproduktion
Die Ruhr-Universität Bochum übernimmt die Führung bei einem innovativen Forschungsvorhaben, das die Wasserstoffherstellung umweltfreundlicher gestalten soll. Unter dem Namen CircuPEM konzentriert sich das Projekt darauf, die Abhängigkeit von seltenen Rohstoffen in Protonenaustauschmembran-Elektrolyseuren (PEM-Elektrolyseuren) zu verringern. Die Europäische Union fördert das Vorhaben mit knapp 2,9 Millionen Euro über die nächsten drei Jahre.
CircuPEM ist Teil des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW, der vom Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalens sowie dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt wird. Beteiligt sind neben der Ruhr-Universität auch die Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut UMSICHT, das Unternehmen Direct Matter GmbH sowie Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG. Gemeinsam wollen sie ein Kreislaufwirtschaftskonzept für PEM-Elektrolyseure entwickeln, um kritische Materialien möglichst vollständig wiederzuverwenden.
Den Anfang macht eine Bestandsaufnahme der aktuellen Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Auf dieser Grundlage sollen neue Geschäftsmodelle und praktische Handlungsempfehlungen erarbeitet werden. Das übergeordnete Ziel: der Verzicht auf knappe Ressourcen bei gleichzeitig effizienter Produktion von grünem Wasserstoff.
Mit ihrem Fokus auf Nachhaltigkeit trägt die Initiative zudem zur wirtschaftlichen Transformation der Region bei. Die Fördergelder fließen in die Umsetzung der Forschungsergebnisse – von der Theorie in die Praxis – innerhalb der nächsten drei Jahre.
Die Arbeit von CircuPEM könnte die Nutzung von Rohstoffen in der Wasserstofftechnologie grundlegend verändern. Erwartet werden effizientere Recyclingprozesse und geringere Kosten bei der Herstellung von grünem Wasserstoff. Mit der EFRE-Förderung in Höhe von 2,9 Millionen Euro startet das Team nun in die Phase der Analyse, Erprobung und Umsetzung seiner Kreislaufstrategien.






