16 April 2026, 12:10

Bergische Uni reformiert Architekturstudium: Nachhaltigkeit statt Tradition

Schwarz-weißer Architekturentwurf des Grundrisses der Universität München mit detaillierten Raumplänen, Fluren, Fenstern und Türen.

Bergische Uni reformiert Architekturstudium: Nachhaltigkeit statt Tradition

Bergische Universität plant tiefgreifende Reformen im Architekturstudium

Die Bergische Universität steht vor weitreichenden Veränderungen in ihrem renommierten Architekturstudiengang. Der mit rund 500 Studierenden gut besuchte Kurs könnte in den kommenden zehn Jahren schrittweise auslaufen. Die Hochschulleitung hat die Fakultät aufgefordert, das Programm mit einem stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit neu auszurichten.

Hintergrund der Pläne sind mögliche jährliche Haushaltskürzungen in Höhe von 5,7 Millionen Euro ab 2026. Trotz der internationalen Anerkennung des Studiengangs – etwa durch seine Beteiligung am Solar Decathlon 2021/22 – bestätigte die Universitätsführung das schrittweise Auslaufen der klassischen Bachelor- und Masterstudiengänge in Architektur. Betont wird jedoch, dass die Entscheidung nicht allein finanziell motiviert sei. Statt pauschaler Kürzungen wolle man strategische Kriterien anwenden. Die Fakultät muss nun ein Konzeptentwurf für die Neuausrichtung vorlegen, wobei Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle spielen soll.

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Absolvent:innen des Architekturstudiums bleiben auf dem Arbeitsmarkt weiterhin stark nachgefragt. Allein die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen listet seit dem 1. September 125 offene Stellen für Architekt:innen. Der Studiengang zählt zu nur elf akkreditierten Programmen in Deutschland und hat durch Wettbewerbe wie den Solar Decathlon zusätzlich an Prestige gewonnen.

Laut dem vorgeschlagenen Plan hätten aktuell eingeschriebene Studierende lange Übergangszeiten, um ihr Studium abzuschließen. Neue Immatrikulationen im traditionellen Programm würden jedoch voraussichtlich eingestellt. Eine konkrete Zeitleiste steht zwar noch nicht fest, doch die Universität spricht von einer etwa zehnjährigen Auslaufphase.

Die Reformen würden einen deutlichen Einschnitt für einen der wenigen Architekturstudiengänge in Deutschland bedeuten. Während die Universität ihre Angebote modernisieren will, folgt die Entscheidung auch finanziellen Zwängen und dem Trend zu spezialisierterer Ausbildung. Der Konzeptentwurf der Fakultät wird zeigen, wie sich das Programm weiterentwickelt – oder ob es überhaupt fortgeführt wird.

Quelle