Bauunternehmer aus Bochum wegen Millionenbetrugs an Steuern und Sozialabgaben verurteilt
Miriam WeberBauunternehmer aus Bochum wegen Millionenbetrugs an Steuern und Sozialabgaben verurteilt
Ein Bauunternehmer und ein Komplize aus Bochum sind wegen Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit zu Haftstrafen verurteilt worden. Das Duo hatte ein System betrieben, das den Behörden 2,5 Millionen Euro an unbezahlten Steuern und Sozialabgaben kostete. Die Urteile wurden nach gescheiterten Revisionen vor dem Bundesgerichtshof bestätigt.
Die Ermittlungen begannen 2019 unter der Leitung der Dortmunder Finanzermittlungsgruppe für Schwarzarbeit und der Steuerfahndung Bochum. Innerhalb von zwei Jahren deckten die Beamten auf, dass der Unternehmer Arbeiter ohne Meldung beschäftigte. Gefälschte Rechnungen dienten dazu, die Zahlungen zu verschleiern und so Lohnsteuern sowie Sozialabgaben zu umgehen.
Am 20. März 2024 verkündete das Landgericht Bochum das Urteil: Der Bauunternehmer erhielt eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten, der Komplize wurde zu einem Jahr und drei Monaten Haft verurteilt.
Beide Angeklagten legten gegen das Urteil Berufung ein, doch der Bundesgerichtshof wies die Revisionen ab. Damit sind die ursprünglichen Strafen rechtskräftig, und der Fall ist abgeschlossen.
Die Entscheidung des Gerichts bestätigt die Haftstrafen für die beiden Männer. Ihr Betrug führte zu einem Schaden von 2,5 Millionen Euro für das Steuer- und Sozialversicherungssystem. Der Fall unterstreicht die Konsequenzen von Lohnbetrug und Steuerhinterziehung in der Baubranche.






