Bahnstrecke Langwedel–Uelzen wird bis 2030 elektrifiziert und digital aufgerüstet
Tobias LehmannBahnstrecke Langwedel–Uelzen wird bis 2030 elektrifiziert und digital aufgerüstet
Große Modernisierung für die Bahnstrecke Langwedel–Soltau–Uelzen im Rahmen des Bundesplans zur Stärkung des Schienenverkehrs bis 2030
Die Strecke zwischen Langwedel und Uelzen wird unter der Leitung von DB InfraGO grundlegend aufgewertet: Sie wird elektrifiziert, die Höchstgeschwindigkeit erhöht und Bahnübergänge modernisiert – doch nicht alle Änderungen kommen auch Autofahrern zugute. Zwischen Langwedel und Uelzen sind Elektrifizierung, neue Überholgleise sowie eine Geschwindigkeitserhöhung auf 100 km/h geplant. Digitale Stellwerke und die ETCS-Stufe-2-Technologie ersetzen veraltete Systeme, um den Bahnbetrieb effizienter zu gestalten. Die meisten Bahnübergänge bleiben jedoch bestehen, mit Ausnahme eines kleineren Übergangs in Soltau.
Wie DB InfraGO bestätigte, werden die Schranken nicht vollständig barrierefrei gestaltet, da die Züge unter 160 km/h bleiben. Zwar sollen sich durch die Modernisierung die einzelnen Schließzeiten der Schranken verkürzen, doch könnte sich die Gesamtwartezeit an den Übergängen durch häufigere Zugfahrten sogar erhöhen. In Munster gelten bereits 15 Minuten Wartezeit als kurz – nach lokalen Maßstäben.
Bei der Erweiterung der Amerikalinie wird auch die Lebensqualität der Anwohner berücksichtigt, insbesondere die längeren Wartezeiten an den Bahnübergängen. Detaillierte Projektinformationen – darunter Lagepläne, Lärmkarten, eine interaktive Streckenübersicht und ein virtueller Rundflug – sind auf der Website von DB InfraGO abrufbar. Mit dem Baubeginn wird jedoch erst ab Mitte der 2030er-Jahre gerechnet.
Die Aufrüstung unterstützt das Regierungsziel, den Personen- und Güterverkehr auf der Schiene bis 2030 deutlich auszubauen. Schnellere, elektrifizierte Züge und digitale Signaltechnik sollen die Kapazitäten erhöhen – auch wenn Autofahrer an Bahnübergängen kumulativ mit längeren Wartezeiten rechnen müssen. Die vollen Auswirkungen des Projekts werden sich erst zeigen, wenn die Arbeiten in den 2030er-Jahren beginnen.






