05 May 2026, 12:09

A59-Ausbau in Duisburg: Tunnel oder Trasse? Der Streit eskaliert vor Gericht

Anschlagtafel an einem Zaun mit einem Schild über Straßenmusikanten, die die Stadtlärmvorschriften einhalten.

A59-Ausbau in Duisburg: Tunnel oder Trasse? Der Streit eskaliert vor Gericht

Pläne zum Ausbau der A59 in Duisburg stoßen auf heftigen Widerstand

Die Pläne für den Ausbau der Autobahn A59 in Duisburg haben bei Anwohnern und Stadtvertretern scharfe Kritik ausgelöst. Das Projekt, das einen 6,7 Kilometer langen Abschnitt umfasst, sieht zwar bereits den Beginn von Bauarbeiten an einer maroden Brücke vor – doch die Stadt droht nun mit rechtlichen Schritten wegen Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Umweltschutz.

Streit um Tunnel-Lösung statt offener Autobahn Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Forderung der Stadt nach einem Tunnel anstelle der geplanten Freilandtrasse – ein Vorschlag, den die Autobahn GmbH wegen der hohen Kosten und Verzögerungen abgelehnt hat. Offiziell gestartet wurde der Ausbau der A59 mit einem symbolischen Spatenstich. Ziel ist es, eine baufällige Brücke zu ersetzen und die Autobahn zu verbreitern. Doch die Bewohner des Stadtteils Meiderich protestieren vehement: Sie fürchten, dass die 46 Meter breite Straße zu nah an ihren Häusern vorbeiführen wird. Einige warnen, dass hohe Lärmschutzwälle das Sonnenlicht für den Großteil des Tages abschirmen könnten.

Die Stadt setzt sich für eine unterirdische Tunnelvariante als sicherere Alternative ein. Die Autobahn GmbH wies diesen Plan jedoch zurück und verwies auf Mehrkosten von 2,3 Milliarden Euro sowie eine deutlich längere Bauzeit. Zudem behauptet die Behörde, eine aktuelle Studie habe ergeben, dass Gefahrgüter und Schwerlastverkehr nicht sicher durch einen Tunnel geleitet werden könnten. Doch der Duisburger Verkehrsdezernent Link widersprach dieser Argumentation und verwies auf andere deutsche Tunnel, in denen ein solcher Verkehr bereits heute problemlos abgewickelt werde.

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Rechtliche Schritte möglich – Streit bleibt ungelöst Während die Bundesbehörden das Projekt vorantreiben, deutet die Stadt an, notfalls juristisch gegen die Pläne vorzugehen. Die Auseinandersetzung dauert an, denn sowohl Anwohner als auch Kommunalpolitiker fordern eine Lösung, die Lärm, Umweltbelastung und Beeinträchtigungen für das Viertel auf ein Minimum reduziert.

Der Ausbau der A59 bleibt umstritten: Die Autobahn GmbH pocht auf Kosten- und Sicherheitsargumente, während Stadt und Bürger auf einer Tunnel-Lösung bestehen. Sollte kein Kompromiss gefunden werden, könnten Klagen das Vorhaben weiter verzögern. Die Entscheidung wird nicht nur die Zukunft der Autobahn prägen, sondern auch bestimmen, wie stark die Anwohner unter den Folgen zu leiden haben.

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