27 April 2026, 18:10

38.000 Unterschriften gegen Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover–Bielefeld

Ein Plakat, das eine detaillierte Karte des geplanten Hochgeschwindigkeits-Personenverkehrs in den USA zeigt, einschließlich Routen und wichtiger Standorte, begleitet von erklärendem Text.

38.000 Unterschriften gegen Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover–Bielefeld

Eine Petition gegen den geplanten Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Bielefeld hat fast 38.000 Unterschriften gesammelt. Die von lokalen Initiativen getragene Kampagne wird nun vom Petitionsausschuss des Bundestags in Berlin geprüft. Gegner des Projekts argumentieren, dass die Modernisierung bestehender Strecken eine sinnvollere und kostengünstigere Alternative zum Neubau darstelle.

Die unter dem Titel "Deutschlandfahrplan überdenken" eingereichte Petition wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband sowie Frauenverbänden aus Ostwestfalen organisiert. Gemeinsam sammelten sie über 31.000 Unterschriften auf Papier und weitere 6.600 digitale Unterstützer aus dem gesamten Bundesgebiet. Ihre Forderung ist eindeutig: Die Pläne für neue Hochgeschwindigkeitsstrecken sollen fallen – stattdessen soll das bestehende Schienennetz ausgebaut werden.

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Die geplante Verbindung zwischen Hannover und Bielefeld würde die Reisezeit von 48 auf 31 Minuten verkürzen, wobei Züge Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h erreichen sollen. Doch noch ist unklar, welche der zwölf vorgeschlagenen Trassenvarianten tatsächlich realisiert wird. Kritiker bemängeln, dass das Projekt weder klimafreundlich noch wirtschaftlich sei, und fordern stattdessen langsamere, aber nachhaltigere Modernisierungen der Bestandsstrecken.

Nach monatelanger Unterstützersuche wird die Petition nun im Berliner Petitionsausschuss beraten. Dies ist Teil eines bundesweiten Widerstands gegen Bahnausbauprojekte – Zehntausende stellen sich landesweit gegen ähnliche Vorhaben.

Der Erfolg der Petition zwingt zu einer grundsätzlichen Debatte über die deutsche Bahnstrategie. Die Politik muss nun abwägen zwischen den Vorteilen schnellerer Verbindungen und den Forderungen nach günstigeren, umweltfreundlicheren Alternativen. Die Entscheidung über die Strecke Hannover–Bielefeld hängt davon ab, ob die Regierung auf Neubauten setzt oder den Fokus auf die bestehende Infrastruktur legt.

Quelle