378 Ertrinkungstote 2023: Warum Deutschlands Kinder nicht mehr schwimmen können
Anton Günther378 Ertrinkungstote 2023: Warum Deutschlands Kinder nicht mehr schwimmen können
Ertrinken bleibt ein ernstes Problem in Deutschland: 2023 starben 378 Menschen
Unter den Opfern waren 16 Kinder unter zehn Jahren sowie 29 Jugendliche zwischen elf und zwanzig. Mangelnde Schwimmfähigkeiten und eine falsche Selbsteinschätzung gelten als Hauptursachen für die tödlichen Unfälle.
Besonders dramatisch ist die Lage in Nordrhein-Westfalen: Rund jedes fünfte Grundschulkind im Land kann nicht schwimmen. Viele Hallen- und Freibäder sind marode, müssen dauerhaft geschlossen oder vorübergehend stillgelegt werden.
Die JUNGEN FREIEN WÄHLER NRW üben scharfe Kritik an den staatlichen Ausgabenprioritäten. Während die Bundesregierung 2020 20 Millionen Euro für Radwege in Peru bereitstellte, gab NRW lediglich drei Millionen Euro für fünf containerbasierte Mini-Schwimmbäder aus – eine Lösung, die die Partei als unzureichend und nicht nachhaltig bewertet.
Die Organisation fordert mehr Investitionen in die lokale Infrastruktur. Sie verlangt von der Bundesregierung, zunächst eigene Einrichtungen zu fördern, und von NRW, bestehende Bäder zu sanieren und instand zu halten. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Forderung, Mittel umzuschichten, um dringende lokale Bedürfnisse zu decken: bessere Schwimmausbildung und sichere Badestätten. Ohne entsprechende Infrastruktur droht das Ertrinkungsrisiko weiter zu bestehen.






