120 Autofahrer vor Grundschule kontrolliert – Kinder helfen bei Verkehrssicherheitsaktion
Miriam Weber120 Autofahrer vor Grundschule kontrolliert – Kinder helfen bei Verkehrssicherheitsaktion
Verkehrssicherheitsaktion: Fast 120 Autofahrer nahe Grundschule kontrolliert
Bei einer kürzlichen Verkehrssicherheitskampagne wurden nahe einer örtlichen Grundschule fast 120 Autofahrer angehalten. Die Aktion, die mit Unterstützung von Viertklässlern durchgeführt wurde, hatte zum Ziel, Rasen einzudämmen und die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr zu verbessern. Polizei und Schüler arbeiteten Hand in Hand, um das Fahrverhalten zu den stoßzeitenähnlichen Phasen des Tages zu überwachen.
Die Kontrollen fanden am 16. Juni in der Nähe der Fellinghausener Grundschule statt. Die Kinder begleiteten die Beamten, beobachteten das Verkehrsverhalten und achten besonders auf überhöhte Geschwindigkeit sowie die korrekte Nutzung von Kindersitzen. Regelkonforme Fahrer erhielten eine Dankeskarte von den Schülern, während Verkehrssünder höflich ermahnt wurden.
Von den 117 angehaltenen Fahrern erhielten 36 eine Erinnerung an die Verkehrsregeln, 81 wurden für ihre Vorsicht belohnt. Nur zwei Knöllchen wegen zu schnellen Fahrens wurden ausgestellt – beide während der Mittagskontrollen in Osthelden. Die Aktion knüpfte an eine ähnliche Maßnahme am 11. Juni nahe einer Grundschule in Wilnsdorf an, bei der fünf Fahrer ermahnt und 30 gelobt worden waren.
Anlass für die Kampagne war ein besorgniserregender Anstieg von Verkehrsunfällen mit Kindern. In diesem Jahr verletzten sich bereits 99 Kinder bei Unfällen – ein Anstieg um 74 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Viele Vorfälle ereigneten sich auf Schulwegen oder bei Freizeitaktivitäten, was die Behörden zu verschärften Kontrollen veranlasste.
Polizeidirektor Marcel Zirnsak unterstützte die Initiative und betonte die Wirkung, die das Engagement der Kinder auf das Sicherheitsbewusstsein der Autofahrer habe. Auch Landrat Andreas Müller lobte die Schüler für ihre begeisterte Mitarbeit im Kontrollteam.
Die Aktion führte zwar zu weniger Strafen, aber zu zahlreichen Ermahnungen. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Kampagne das Bewusstsein für Kindersicherheit im Verkehr schärft und die Unfallzahlen senkt. Sollte sich der Trend steigender Unfälle fortsetzen, könnten weitere Kontrollen folgen.






