05 June 2026, 16:59

100-Qubit-Quantumcomputer in Jülich startet hybrides Rechnen für die Spitzenforschung

Wachstum für die Quantum-Computer-Infrastruktur in Europa

100-Qubit-Quantumcomputer in Jülich startet hybrides Rechnen für die Spitzenforschung

Neuer 100-Qubit-Quantumcomputer am Jülich Supercomputing Centre in Betrieb genommen

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Mitte November ist am Jülich Supercomputing Centre (JSC) ein neuer Quantumcomputer mit 100 Qubits eingetroffen. Das von dem französischen Unternehmen Pasqal entwickelte Gerät ist Teil einer europäischen Initiative, die Quanten- und klassische Hochleistungsrechner für die Spitzenforschung verbindet.

Der Quantumcomputer ist Bestandteil des HPCQS-Projekts, das von der EuroHPC Joint Undertaking (EuroHPC JU) sowie sechs europäischen Ländern unterstützt wird. Seine Installation folgt auf die Auslieferung eines ähnlichen Systems an das französische Supercomputing-Zentrum GENCI/CEA vor vier Monaten. Die Finanzierung dieses zweiten Geräts erfolgte gemeinsam durch die EuroHPC JU und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Pasqals System setzt auf analoges Quant computing mit neutralen Atomen und bietet so Stabilität für komplexe Quantensimulationen. Forscher werden es für Aufgaben wie physikalische und chemische Simulationen sowie für Quantenmaschinelles Lernen nutzen. Zudem wird der Quantumcomputer mit dem JURECA-DC-Supercomputer des JSC verknüpft, um hybrides Rechnen zu ermöglichen – eine Kombination aus klassischer und quantenbasierter Datenverarbeitung.

Die Neuanschaffung erweitert die Jülich UNified Infrastructure for Quantum Computing (JUNIQ), eine öffentlich zugängliche Plattform für die Quantentechnologieforschung. Ziel des HPCQS-Projekts ist es, Quantensysteme in das europäische Supercomputing-Netzwerk zu integrieren, um insbesondere großskalige Optimierungsprobleme zu lösen.

Der Quantumcomputer ist nun am JSC einsatzbereit und stellt Forschern erweiterte Werkzeuge für hybrides Rechnen zur Verfügung. Durch die Verknüpfung mit bestehenden Supercomputern wird er fortschrittliche Simulationen und die Entwicklung von Quantenalgorithmen in ganz Europa vorantreiben.

Quelle